Zahnarztpraxis Dr. Hoffmeister

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Gesundheitsnews



Vertrag unterzeichnet: Zahnmedizin-Studierende erhalten Einblick in den Arbeitsalltag
Die Medizinische Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und die Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, die den Zahnmedizin-Studierenden Famulaturen in niedergelassenen Praxen ermöglicht.

Die Medizinische Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und die Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt haben am heutigen Mittwoch, 27. Februar 2019, eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, die Zahnmedizin-Studierenden eine Famulatur in zahnärztlichen Praxen in Sachsen-Anhalt ermöglicht. Die MLU zählt damit zu drei Universitäten in Deutschland, die ein solches Angebot unterbreiten. Famulaturen sind in der bisher gültigen Approbationsordnung für Zahnmediziner nicht vorgesehen. Rund 40 Zahnarztpraxen im gesamten Land Sachsen-Anhalt haben sich aktuell bereiterklärt, die zweiwöchigen Famulaturen zu unterstützen. Diese können Studierende nach dem achten und zwischen dem neunten und dem zehnten Semester erstmals nach dem Sommersemester 2019 in der vorlesungsfreien Zeit absolvieren. Können deshalb, weil die Famulatur eine freiwillige Sache ist.

„Wir folgen damit einem internationalen Trend, die zahnmedizinische Ausbildung in enger Verzahnung von Wissenschaft und Praxis aufzubauen “, so Prof. Dr. Hans-Günter Schaller, Direktor des Departments für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Universitätsmedizin Halle (Saale). Die Praxen tragen dazu bei, dass die Studierenden erste Einblicke in den Praxisalltag erhalten. „Dazu gehören berufsspezifische Schwerpunkten wie zahnmedizinische Diagnostik und Therapieentscheidung, Abläufe parodontaler, konservierender, prothetischer und oralchirurgischer Maßnahmen.“ Prophylaxe und Nachsorge, auch Hygiene- und Patientenmanagement sowie die Praxisabläufe sind ebenfalls Teil des Famulatur-Programms. „Ein Vorteil ist ebenso, dass die Studierenden Einblicke in betriebswirtschaftliche und organisatorische Aspekte wie Mitarbeiterführung oder Abrechnungsmodalitäten erhalten, die im Studium weniger behandelt werden“, sagt Schaller.

„Ich freue mich über die positive Resonanz bei den Zahnärzten, mit denen nun Gespräche geführt und Verträge geschlossen werden, um die Kriterien der Medizinischen Fakultät zu erfüllen, die an die Famulatur geknüpft sind“, sagt Dr. Carsten Hünecke, Präsident der Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt. Die Zahnärztekammer habe sich in diesem Zusammenhang darum gekümmert, dass die Studierenden während der Famulatur haftpflichtversichert seien, so Hünecke weiter.

Für die Praxen im Land sehe er große Vorteile, trotz des zusätzlichen Aufwands, den die Famulatur-Betreuung mit sich bringe. „Angesichts der demografischen Entwicklung brauchen viele Kolleginnen und Kollegen in absehbarer Zukunft Praxisnachfolger oder Assistenten. Die Studierenden können auf diese Weise Sachsen-Anhalt als einen möglichen Standort für ihre berufliche Zukunft besser kennenlernen“, so Hünecke. Des Weiteren sei es etwas Besonderes und sozusagen ein „Qualitätssiegel“, zu den Kooperationspraxen der Universitätsmedizin Halle (Saale) und der MLU zu gehören.
Hünecke und Schaller sind sich zudem einig, dass mit der Vereinbarung der vielzitierten Verknüpfung von Wissenschaft und Praxis Rechnung getragen und diese mit Inhalt gefüllt werde.

„Wir haben seit vielen Jahren eine Vielzahl von Akademischen Lehrkrankenhäusern in der Region verpflichtet, die uns in der praktischen Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten zur Seite stehen. Es ist sehr erfreulich und ein positives Signal, dass das Ausbildungsangebot und die Unterstützung für unsere Zahnmedizinstudierenden nun ebenfalls breitgefächerter werden“, sagt der Dekan der Medizinischen Fakultät, Prof. Dr. Michael Gekle. Natürlich bleibe es auch weiterhin ein wichtiges Ziel, wissenschaftlich arbeitende Zahnmedizinerinnen und -mediziner an der Universitätsmedizin Halle (Saale) zu halten, doch ebenso wichtig sei es, den Absolventinnen und Absolventen auch den Berufsalltag in einer niedergelassenen Praxis aufzuzeigen.

Hinzukomme, dass nun sowohl die Niedergelassenen und die Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt als auch die Universitätsmedizin Halle (Saale) Erfahrungen im Zusammenhang mit Famulaturen für Zahnmedizin-Studierende sammeln und diese dann einfließen lassen können, wenn eine Famulatur als Pflichtbestandteil in die Approbationsordnung aufgenommen werden sollte. Das sei im Zuge der Überarbeitung der Ordnung nach aktuellem Stand sehr wahrscheinlich, so Schaller, Gekle und Hünecke.


Bildunterschrift: v.l.n.r: Prof. Schaller, Prof. Dr. Michael Gekle, Dr. Carsten Hünecke



Grippewelle 2019: Zahnbürstenwechsel schützt vor neuer Ansteckung
Grippewelle 2019: Zahnbürstenwechsel schützt vor neuer Ansteckung

Wie die Arbeitsgemeinschaft Influenza am Robert-Koch-Institut (RKI) in ihrem wöchentlich erscheinenden Bericht mittteilte, hat die Grippewelle in der zweiten Kalenderwoche dieses Jahres begonnen. Noch sind die Fallzahlen in weiten Teilen Deutschlands normal bis moderat erhöht; Erfahrungen der Vorjahre zeigen jedoch, dass mit deutlichen Anstiegen gerechnet werden muss.

Dabei ist die Vermeidung von Infektionen und Wiederansteckung auch ohne Impfschutz kein Hexenwerk. Neben der wichtigsten Grundregel, durch regelmäßiges und gründliches Waschen der Hände Erreger fernzuhalten, gibt es auch in Sachen Mundhygiene einfache Maßnahmen, deren Befolgung den Rückfall nach einem gerade erst überstandenen Infekt vermeiden hilft oder Dritte vor den eigenen Krankheitskeimen schützt.

Nach dem Infekt: Zahnpflege-Utensilien austauschen „Es ist wichtig, auch nach einem leichten grippalen Infekt, einer Bronchitis oder einer Halsentzündung sämtliche Zahnpflegeutensilien, also auch Zungenreiniger oder die Sprühköpfe der Munddusche, zu entsorgen, um keinen Rückfall zu riskieren. Ganz egal, ob die Bürste noch nicht lange in Gebrauch war. In diesem Falle geht ganz klar Gesundheit vor Sparsamkeit“, sagt Dr. Michael Frank, Präsident der Landeszahnärztekammer Hessen (LZKH).

Zahnbürsten getrennt aufbewahren Die Art der Aufbewahrung von mehreren Zahnbürsten in einem Glas birgt Risiken für Ansteckung. Erreger aus Hals, Rachen und Mundraum finden beim Zähneputzen ihren Weg auf die Zahnbürste und werden durch das Abspülen der Borsten nicht entfernt. Zahnpasta-Rückstände und Feuchtigkeit bilden einen idealen Nährboden, auf dem sich die Keime wohlfühlen und vermehren. Generell gilt daher die Empfehlung, die Zahnbürste immer mit dem Kopf nach oben aufzubewahren, damit der Bürstenkopfes trocknen kann. Beim Kontakt der Bürsten können die Keime übertragen werden und die Ansteckung anderer Familienmitglieder ist vorprogrammiert.

Wenn es mehr als ein leichter Schnupfen ist, Zahnarzttermine verschieben Bei einer starken Erkältung mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen ist angeraten, aus Rücksichtnahme gegenüber dem Zahnarzt, dem Praxisteam und den anderen Patienten einen Termin beim Zahnarzt zu verschieben, falls es sich nicht um einen Notfall handelt. Im Falle heftiger Zahnschmerzen, die einen Besuch in der Praxis unabdingbar machen, sollte man den Zahnarzt in jedem Falle über die Erkrankung und die vom Hausarzte verschriebenen Medikamente in Kenntnis setzen.


Fragen zur Mundgesundheit und Vorsorge beantwortet die kostenlose Patientenberatung der LZKH unter der Hotline 069 427275-169.



Zuckerreduktion ist Prävention
Zuckerreduktion ist Prävention

Am 13. Februar diskutierten Vertreter der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) gemeinsam mit dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (bvkj) „Zuckerreduktion als Prävention“ mit Abgeordneten des Deutschen Bundestags.
Beraten wurden parteiübergreifend Ansätze, über gesunde Ernährung bei Kindern und Jugendlichen aktive Prävention zu betreiben – gegen Karies, Adipositas und Diabetes. Dass dabei die Lebensmittelindustrie, Schulen, Eltern und Politik Hand in Hand arbeiten müssen, darüber waren sich alle Beteiligten einig. Denn „eine unausgewogene Ernährung und ein übermäßiger Zuckerkonsum schaden auf Dauer sowohl der Allgemein- als auch der Mundgesundheit“, so BZÄK-Vizepräsident Prof. Dr. Dietmar Oesterreich.

Erfreuliche Erkenntnis des Austauschs: den Anwesenden ist eine freiwillige Vereinbarung zur Reduktion von Zucker zu wenig. Es müssen verbindliche Standards her, so der Tenor.
Die BZÄK steht hier mit zahnmedizinischer Expertise zur Seite.

Die BZÄK-Positionspapiere zum Thema:
www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/b/Position_Zucker.pdf

sowie
www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/b/Position_Ernaehrung.pdf