Zahnarztpraxis Dr. Hoffmeister

Zahnarztpraxis Dr. Hoffmeister


Mauerstraße 1
40477 Düsseldorf

Telefon: 0211 44 32 41 0211 44 32 41
E-Mail: info@zahnarzt-hoffmeister.de


Sie erreichen uns mit der U-Bahn (Haltestelle Nordstraße).
Sie erreichen uns ebenfalls mit der Straßenbahn (Haltestelle Dreieck)


Schreiben Sie uns!



Alle Felder mit einem * müssen ausgefüllt werden.

Nachname*:
Vorname*:
Straße:
PLZ / Ort:
Telefon:
E-Mail*:
Nachricht*:


Unsere Sprechzeiten


Montag
08:00 - 18:00 Uhr
Dienstag
08:00 - 18:00 Uhr
Mittwoch
08:00 - 16:00 Uhr
Donnerstag
08:00 - 18:00 Uhr
Freitag
08:00 - 16:00 Uhr
Samstag
auf Anfrage

Gesundheitsnews



Pflegebedürftige: Zahnärzte leisten ihren Beitrag
Mehr Unterstützung von Kassen und bei Ausbildung gefordert

Anlässlich der Veröffentlichung des BARMER Zahnreports mit einem Schwerpunkt "Mundgesundheit in Pflegeheimen" hat die Zahnärzteschaft die Krankenkassen aufgefordert, ihre Anstrengungen bei der Betreuung von alten und pflegebedürftigen Menschen deutlich auszuweiten.

Dr. Wolfgang Eßer, Vorstandsvorsitzender der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV): „Die BARMER beklagt Defizite in der Versorgung, ködert zugleich aber laut Bundesversicherungsamt mit knappen Beitragsgeldern junge, gesunde Mitglieder über Bonusprogramme und Wahlleistungen, um ihre Bilanz aufzuhübschen. Alte, chronisch Kranke und behinderte Menschen hingegen werden von den Kassen systematisch benachteiligt. Sie erhalten schlechtere Leistungen oder ihre Anträge auf Rehabilitation und Hilfsmittel werden häufiger abgelehnt. Das verstößt gegen das Solidarprinzip! Wir Zahnärzte leisten in der Pflege seit Jahren aktive Beiträge, etwa durch die aufsuchende Versorgung mit bedarfsgerechten Schwerpunkten bei Prävention und Therapie. Wer die Praxis nicht mehr erreicht, den behandeln wir - soweit möglich - im Heim oder Zuhause.“

Nicht erst seit dem Report sei bekannt, dass gerade Ältere und Pflegebedürftige besondere zahnärztliche Zuwendung benötigen, betonte Eßer. „Ihre Mundgesundheit ist im Bevölkerungsdurchschnitt signifikant schlechter. Statt Geld für teure Eigen-PR oder zweifelhaftes Sponsoring zu vergeuden, sollten Kassen ihre Versicherten besser über bestehende Ansprüche in der zahnärztlichen Versorgung informieren. Hier tut sich zu unserem Bedauern viel zu wenig. Auch fordere ich alle Betreiber von Pflegeeinrichtungen, die bislang keine Kooperation für die Betreuung der Bewohner geschlossen haben auf, eine solche Zusammenarbeit zeitnah zu vereinbaren.“ Langfristig könne es nur mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung gelingen, die Mundgesundheit in der Pflege nachhaltig zu verbessern.

„Diesen Menschen steht die gleiche Teilhabe an einer bedarfsgerechten Versorgung zu, wie der übrigen Bevölkerung. Wir arbeiten deshalb weiter dafür, dass ausnahmslos alle Patienten von der hochwertigen Versorgung durch Zahnärzte profitieren. Ältere und pflegebedürftige Menschen dürfen im Kassenwettbewerb nicht das Nachsehen haben!“

Prof. Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer (BZÄK): „Wir haben eine gesellschaftliche Verantwortung für die wachsende Zahl von Pflegebedürftigen und Menschen mit Behinderung – und diese nehmen wir seit langem wahr. Seit fast zwei Jahrzehnten setzt sich die BZÄK für die Verbesserung der Betreuung und der Prävention dieser vulnerablen Bevölkerungsgruppe mit zahlreichen Projekten ein. Bis 2014 basierte diese Betreuung vorwiegend auf dem ehrenamtlichen Engagement zahlreicher Zahnärzte. Es war ein zäher Weg, Politik und Krankenkassen von dem dringenden Handlungsbedarf zu überzeugen.

Leider wird auch in der Ausbildung der Pflegekräfte die Mundhygiene für Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf nicht ausreichend vermittelt und somit auch im Pflegealltag zeitlich nicht ausreichend abgebildet. Die stärkere Berücksichtigung von Mundhygieneverhalten in der Pflegeaus- und Fortbildung ist also von zentraler Bedeutung für die Verbesserung der Mundgesundheit und die Lebensqualität der betroffenen Patienten. Mit der Modernisierung der Pflegeausbildung über das neue Pflegeberufereformgesetz gibt es Chancen dafür.

Die BZÄK und die Deutsche Gesellschaft für Alterszahnmedizin haben ein Konzept zur Vermittlung von zahn- und mundgesundheitlichen Aspekten im Rahmen der Ausbildung von Pflegekräften erarbeitet. Damit kommen sie auch dem seitens der Pflegewissenschaft geäußerten Wunsch, dass zahnmedizinische Inhalte in der Ausbildungsordnung der Pflegeberufe stärker repräsentiert werden sollten, nach. Zur Unterstützung des Pflegepersonals bieten die Kammern im Rahmen von Kooperationen seit Jahren Schulungen und Informationsmaterial für den Pflegealltag an. Es bleibt also weiterhin eine große Aufgabe für den Berufsstand, aber auch für Politik, Krankenkassen und Pflegeberufe, Mundgesundheit auch in der Pflege den notwendigen Stellenwert zu verschaffen.“

Aufwärtstrend bei Kooperationen und Hausbesuchen Spezielle Kooperationsverträge zwischen Pflegeeinrichtungen und Zahnärzten ermöglichen eine systematische Betreuung. Rund 3.700 Verträge mit den etwa 13.600 Einrichtungen ergeben aktuell einen Versorgungsgrad von bundesweit 27 Prozent. Die lückenlose Abdeckung aller Einrichtungen bleibt übergeordnetes Ziel der Zahnärzte. Die Zahl von Haus- und Heimbesuchen lag in 2017 bei rund 929.000 (+3,5 Prozent im Vorjahresvergleich). 87 Prozent der Besuche entfielen dabei auf Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderung (2016: 84 Prozent).

Neue präventive Leistungen Die KZBV hat als stimmberechtigte Trägerorganisation im Gemeinsamen Bundesausschuss zudem in 2017 die Umsetzung der Erstfassung der Richtlinie über Maßnahmen zur Verhütung von Zahnerkrankungen bei Pflegebedürftigen und Menschen mit Behinderungen maßgeblich vorangetrieben. Versicherten mit Pflegegrad oder Eingliederungshilfe stehen in Kürze neue präventive Leistungen nach § 22a SGB V zu, die KZBV und GKV-Spitzenverband im Bewertungsausschuss beschlossen haben. Der Anspruch umfasst die Erhebung des Mundgesundheitsstatus, einen Mundgesundheitsplan, Mundgesundheitsaufklärung sowie die zusätzliche Entfernung harter Zahnbeläge. Pflege- oder Unterstützungspersonen werden in die Aufklärung und die Erstellung des Pflegeplans einbezogen.

Warum Frauen besser putzen und doch keine besseren Zähne haben!
Warum Frauen besser putzen und doch keine besseren Zähne haben!

Das Leben ist häufig ungerecht. Frauen putzen Ihre Zähne öfter sowie gründlicher und gehen auch häufiger zur Kontrolle als Männer. Und trotzdem ist bewiesen, dass Männer seltener an Karies oder Kiefergelenkproblemen leiden. Sogar verlieren sie weniger Zähne im Leben als Frauen. Dafür erkranken Männer häufiger an Parodontitis oder Zahnhalskaries. Warum das so ist und wo konkret die geschlechtsspezifischen Unterschiede liegen, hat Dr. Jürgen Pink für Sie im folgenden Text zusammen getragen. Grundlage der Recherchen stellt das aktuelle Material der Gender Dentistry International dar. Die Gender Wissenschaft ist recht jung, weil man erst neuerdings davon ausgeht, dass Zähne doch nicht geschlechtlos sein können. Ein Blick durch die Geschlechter-Brille

Frauen sind anders, Männer auch. Sie sind auch unterschiedlich krank. Männer erleiden z.B. durchschnittlich viermal häufiger einen Herzinfarkt als Frauen. Frauen verlieren dafür mehr Zähne und sind infektanfälliger. Beide Geschlechter sprechen unterschiedlich auf Medikamenten an, gehen mit Krankheiten sowie mit ihren behandelnden Ärzten anders um und zeigen ein unterschiedliches Angstempfinden. Mittlerweile ist unbestritten, dass Symptome und Verlauf vieler Erkrankungen Geschlechtsunterschiede aufweisen. Es ist deswegen nur logisch anzunehmen, dass diese Unterschiede auch in der Zahnmedizin existieren und es stellt sich die Frage, wie Zähne geschlechtslos sein können, wenn sie in einem Körper stecken, der entweder männlich oder weiblich ist. Und tatsächlich, die neuesten Daten sprechen für sich. Die aktuellsten Mundgesundheitsstudien belegen, dass Frauen häufiger von Karies, Zahnverlust, Zahnlosigkeit und Kiefergelenkserkrankungen betroffen sind, während Männer öfter Parodontitis, Wurzelkaries und erosive Zahnhartsubstanzdefekte aufweisen. Über die Ursachen ist jedoch nur wenig bekannt. Die Erforschung derselben steckt noch in den Kinderschuhen.

Wo liegen die konkreten geschlechtsspezifischen Unterschiede?

Trotz erwiesener besserer Zahnhygiene haben Frauen keine besseren Zähne. Wissenschaftler gehen davon aus, dass sich hormonelle Veränderungen entscheidend auf die Mundgesundheit auswirken. Ein steigender Östrogenspiegel - ausgelöst durch die Pubertät - verändert die Speichelzusammensetzung bei Frauen, so dass dessen karies-protektive Wirkung weniger stark ist als bei Männern. Bei Mädchen setzt auch der Zahnwechsel früher ein und die Zähne sind ggf. länger einem kariösen Milieu ausgesetzt. Betrachten man die menschlichen Lebensphasen so erhärtet sich der Eindruck:

Während Jungen und Mädchen im Kindesalter gleich häufig an Karies leiden, ändert sich dies mit der Pubertät. Deutschlandweit zeigen 15-jährige Mädchen mit 2,0 einen signifikant höheren Karieswert als Jungen mit 1,6 (Quelle: DMS IV 2006).

Dieser Trend setzt sich im Erwachsenenalter leider fort. Frauen weisen auch hier deutlich mehr kariöse Defekte sowie einen höheren Zahnverlust auf. Mit schuld an dieser Situation scheint auch das Thema Schwangerschaft, wenn die Hormone wirken. Das Bindegewebe wird locker, Organe wie auch die Mundschleimhaut sind besser durchblutet. Viele Frauen klagen über Zahnfleischbluten, es kann auch zu Entzündungen kommen, die sich unbehandelt zu einer Parodontitis entwickeln können. Der alte Spruch „Jedes Kind kostet einen Zahn“ sieht die Wissenschaft als bestätigt.
Männer leiden mit 25,9% hingegen häufiger an Wurzelkaries als Frauen mit 17,0% (Quelle: DMS IV 2006).
Die Begründung liegt darin, dass Männer deutlich öfter von schweren Parodontalerkrankungen betroffen sind und Bakterien dadurch auf die Zahnwurzel übergehen können, bleibt die Entzündung unbehandelt.

Im Seniorenalter stehen die Männer erneut besser dar. Beim Thema Zahnverlust - einem möglichen Endpunkt von Karies oder Zahnfleischerkrankungen - wird der signifikante Einfluss des Geschlechts deutlich. Frauenzähne müssen wesentlich häufiger entfernt werden, der Mittelwert liegt hier bei 14,9 im Vergleich zu Männern bei 13,3. Dieser Unterscheid lässt sich (laut Ziller, 2008) aber auch soziodemographisch deuten: Älter Frauen weisen häufig einen niedrigeren Sozialstatus und Schulabschluss auf und sind meist weniger finanzkräftig als Männer. Letzteres Argument spiegelt sich auch in der prothetischen Versorgung wieder. Bei den Über 75-Jährigen leisten sich 65% der Männer einen festsitzenden (implantatgetragenen) Zahnersatz, der weibliche Anteil liegt hier nur bei 45% (Quelle: Implantologiemarkt 2018, Priv.-Doz. Dr. Dr. Christiane Gleissner)
Weitere begünstigende Faktoren für eine Verschlechterung der Mundgesundheit sind Osteoporose, Rheuma, die Menopause sowie die Einnahme von Medikamenten. Krankheiten und Attribute die durchschnittlich eher (oder ausschließlich) bei Frauen als bei Männern zu finden sind.

3. Was bedeutet das für die Zahnheilkunde und die Praxis?

Die gezeigten Unterschiede erklären, warum eine differenzierte Behandlung von Mann und Frau auch in der Zahnheilkunde notwenig ist. Die junge Wissenschaft der Gender Forschung ist gefordert systematische Ursachenforschung zu betreiben, um geschlechtsspezifische Erklärungs- und Therapieansätze zu finden.

In der Praxis Dr. Pink und Kollegen ist die Notwendigkeit einer geschlechtsspezifischen Aufklärung und Behandlung längst angekommen. So brauchen Frauen aufgrund Ihres durchschnittlich höheren Angstempfindens eine emphatischere und intensivere Betreuung und auch Sedierung bei größeren Eingriffen als Männer. In der Schwangerschaft wird eine engmaschigere Kontrolle und Zahnreinigung empfohlen, um Parodontitis und ein damit verbundenes höheres Risiko einer Frühgeburt zu verhindern.
Da Männer ein höheres Risiko zeigen an einer bakteriellen chronischen Parodontitis zu erkranken - die Auslöser eines Herzinfarktes sein kann - ist eine antibiotische und nachhaltige Behandlung Standard.

Auch an die Verhaltensweisen der Patienten wird durch Recall-Aktionen appelliert: Denn nur wer regelmäßig an der zahnärztlichen Kontrolle und Zahnreinigung teilnimmt, kann auch adäquat und prophylaktisch behandelt werden.

Weiterführende Informationenfinden Sie auf der Website unter www.max34.de/frauen-schlechtere-zaehne-als-maenner/

15.05.2018 DGA | Quelle: Zahnarztpraxis Dr. Pink (openPR)

Reform für bessere Zähne im Pflegeheim verfehlt Ziel
Barmer Zahnreport 2018

Neue Ausgaben in Millionenhöhe für die zahnärztliche Versorgung von Pflegeheimbewohnern verfehlen bisher ein wesentliches Ziel. Denn die therapeutischen Leistungen durch den Zahnarzt verharren nach wie vor auf einem niedrigen Niveau. Das geht aus dem Zahnreport 2018 der Barmer hervor, den die Krankenkasse heute in Berlin vorgestellt hat. Dank neuer und modifizierter Leistungsziffern können Zahnärzte seit den Jahren 2013 und 2014 den Besuch bei Heimbewohnern höher abrechnen. Sie sollten die Versorgung Pflegebedürftiger verbessern. Obwohl diese Leistungsziffern allein im Jahr 2016 krankenkassenweit 1,9 Millionen Mal abgerechnet wurden, hat nicht einmal die Inanspruchnahme einfacher Therapieleistungen wie kleinerer Reparaturen an Zahnprothesen zugenommen. „Die Reform für eine bessere Zahngesundheit im Pflegeheim hat ein zentrales Anliegen noch nicht erreicht. Nun müssen Analysen ergeben, an welcher Stelle konkrete Maßnahmen in Zukunft zu mehr zahntherapeutischen Leistungen führen können, damit das Geld zielgerichtet und effizient eingesetzt werden kann“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Barmer, Prof. Dr. Christoph Straub.
Mehr als jeder zweite Zahnarztbesuch ohne nachfolgende Leistungen

Straub sprach sich für die Entwicklung von Leitlinien und Handlungsempfehlungen für die zahnärztliche Versorgung von Pflegeheimbewohnern aus. Denn laut Deutscher Mundgesundheitsstudie aus dem Jahr 2016 ist die Zahngesundheit von Bewohnern in Pflegeheimen im Vergleich zu Nicht-Pflegebedürftigen schlechter. Dabei haben die Krankenkassen allein im Jahr 2016 bundesweit mehr als 55 Millionen Euro für die neuen Leistungsziffern ausgegeben. „Durch die neuen Abrechnungsziffern werden mehr Pflegeheimbewohner durch den Zahnarzt erreicht, und vermutlich kommt es auch zu mehr Prävention. Allerdings erfolgte bei mehr als zwei Dritteln der Besuche am selben Tag keine therapeutische Leistung und bei mehr als der Hälfte auch innerhalb der folgenden 90 Tage nicht“, sagte Studienautor Prof. Dr. Michael Walter, Direktor der Dresdener Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus.
Antragsverfahren für Krankenfahrten vereinfachen

Auf der Suche nach Erklärungen haben die Autoren daher Interviews mit Pflegeheimbetreibern und kooperierenden Zahnärzten geführt. Demnach war mehr als die Hälfte der Befragten in Pflegeheimen der Meinung, dass sich die Mundgesundheit ihrer Bewohner trotz neuer Leistungsziffern nicht verändert hat. Das Ausbleiben therapeutischer Leistungen begründeten sie vor allem mit der nicht vorhandenen zahnärztlichen Ausstattung im Pflegeheim und mit dem bürokratischen Aufwand rund um den Krankentransport zum Zahnarzt. Zudem würden sich manche Betroffene weigern, zum Zahnarzt zu gehen. „Um den Besuch von Pflegeheimbewohnern beim Zahnarzt nicht unnötig zu erschweren, sollten die Antragsverfahren für die Kostenübernahme von Krankenfahrten vereinfacht werden. Entsprechende Pläne gibt es auf Seiten der gesetzlichen Krankenversicherung und der Kassenzahnärztlichen sowie Kassenärztlichen Bundesvereinigung, was wir unterstützen“, so Straub.
Kooperationsverträge in einigen Regionen kaum vorhanden

Einige Leistungsziffern lassen sich nur abrechnen, wenn Zahnärzte mit Pflegeheimen Kooperationsverträge abgeschlossen haben. Sie sollten die Versorgung verbessern. Während im Jahr 2016 von Leistungen im Rahmen eines Kooperationsvertrages im Saarland 4,3 Prozent und in Niedersachsen 6,8 Prozent der Heimbewohner profitierten, waren es in Sachsen-Anhalt 26,8 Prozent, gefolgt von Thüringen (24,2 Prozent), Bremen (22,2 Prozent) und Berlin (20,8 Prozent). „Kooperationsverträge zwischen Zahnärzten und Pflege-heimen gibt es tendenziell etwas häufiger in Ballungsgebieten. Bundesweit gibt es große Unterschiede“, sagte Walter.
Deutliche regionale Unterschiede

Betrachtet man die Inanspruchnahme des Zahnarztes und therapeutischer Leistungen ungeachtet der Frage, ob Kooperationsverträge vor Ort bestehen oder nicht, fällt die Bilanz in den Bundesländern sehr uneinheitlich aus. So hat in Berlin seit dem Jahr 2013 die Inanspruchnahme zahnärztlicher Leistungen im Pflegeheim insgesamt um 5,2 Prozent zugenommen, während die Inanspruchnahme der Therapieleistungen um 9,7 Prozent zurückging. In Thüringen wiederum waren es plus 0,6 Prozent und minus 14,3 Prozent, wohingegen in Rheinland-Pfalz die Steigerungsraten bei 20,5 Prozent und 3,3 Prozent lagen. Allerdings waren die Ausgangswerte in den Ländern auch sehr heterogen. „Wenn Zahnärzte in einigen Regionen häufiger ins Pflegeheim gehen als in anderen Gebieten und sich die Inanspruchnahme von Therapieleistungen ebenfalls sehr unterschiedlich entwickelt, müssen die Rahmenbedingungen überprüft werden“, sagte Straub.

08.05.2018 DGA | Quelle: Barmer